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Heraldry

Paprzyca: Die Legende eines alten polnischen Familie

Wappenbeschreibung: Paprzyca. In silbernem Felde ein schwarzer hoch¬gestellter Mühlstein mit einem Achs Mühleisen (paprzyca) in der Mitte; Helmschmuck. die Köpfe mit Hals von acht jungen Jagd¬hunden, in zwei Reihen übereinander geordnet. Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt:

 

Einer vornehmen Dame in Böhmen. wurde mitgeteilt, dass eine ihr untertane, verheiratete Frau Drillinge, und zwar drei Knaben, geboren habe und sie beschuldigte diese Frau, in der Annahme, dass so viele Knaben nicht von einem Manne sein können, des Ehebruchs und lies sie auch strafen. In nicht zu langer Zeit gebar aber die Frau n selbst auf einmal neun Knaben. Sich hierüber schämend, auch besorgt seitens ihres Gemahls einen bösen Verdacht auf sich zu ziehen, gab sie einer alten Frau den Befehl acht dieser Knaben in dem nahen Flusse zu ertränken, behielt nur einen zurück. Der Gemahl war nicht zu Hause, traf aber bei der Rückkehr die Frau auf dem Wege zum Flusse. Er fragte sie, was sie dort verdeckt trage, und erhielt die Antwort, es seien junge Hunde, die sie ertränken wolle. Der Pan wollte nun die Hunde sehen, ob sich nicht einer von ihnen zur Aufzucht eignete, erfuhr auf diese Weise dann von der Frau das Geheimnis. Er gab nun seinem Müller den Auftrag diese acht Knaben geheim zu erziehen. Als diese herange¬wachsen waren, lud der Pan ferne Gäste und Nachbarn zum Feste ein und stellte an dieselben beim Gastmahle die Frage, was für Strafe wohl eine Mutter verdiene, die ihre eigenen Kinder umbringen lasse? Alle hielten solche des Tod es schuldig. Da rief der Vater mit den Worten: »Hier sind meine jungen Jagdhunde« seine acht Söhne herein, einer dem andern genau gleichend, erzählte dann öffentlich die ge-naueren Bewandtnisse. Zur Gemahlin sich wendend, sprach er ihr, ob¬gleich sie den Tod verdient habe, Verzeihung aus, weil Gott sie durch ihn vor Ausführung des Verbrechens bewahrt habe. Die Frau, ihrem Manne reumütig dankend, trat mit seiner Genehmigung zur Buße in ein Kloster.

 

Es wird auch gesagt, dass diese Mutter der neun Knaben Jutta, Gemahlin eines Grafen von Querfurt, gewesen sei, dass ihr neunter, zurückbehaltener Sohn Meinhardus von Querfurt, 1286 Ordensmeister des Deutschen Ordens in Preußen war. Von den acht Söhnen wurde dieses Wappen angenommen. Es müsste dies mindestens um 1250 geschehen sein, doch erscheint das Wappen, aus Böhmen eingeführt, in Polen schon über hundert Jahre frühe Eine umständ¬lichere Sage über die Entstehung des Wappen lautet: Im Jahre 1081 gebar Protislawa, die Ehefrau des Dobrohost im Dorfe neun Söhne. Die bei der Geburt an¬wesenden zwei alten Weiber hielten dies für eine von zwei Zauberinnen, die unlängst in dem nahen Wischegrad verbrannt worden waren, her¬stammende Zauberei, legten die überaus kleinen Knaben in eine Schachtel (böhmisch Krabicze genannt), um selbige an einem heim¬lichen Orte zu vergraben. Ihnen begegnete der von seinem Herzoge Wratislaw und Wischegrad heimreitende Dobrohost, dem die Weiber den Inhalt der Schachtel zeigten. Er ließ die Kinder nach Hause tragen und ernähren, allesamt erhielten die Taufe, drei starben klein, sechs erreichten das Mannesalte Einige wurden wegen ihrer Klein¬heit Krabicze genannt. Von ihnen stammt in Böhmen das Geschlecht der Woitmole, Weytmille, das als Wappen in Rot einen silbernen Mühlstein führt. Es wird dies Wappen in Böhmen noch von ver¬schiedenen Familien geführt, wenn auch mit verschiedenem Helm¬schmuck und verschiedenen Farben des Feldes.

 

Die adlige polnische Familie Paprzyca. Kreis Radom 1460 (DLG. = Dlugosz, Jan: Historia Polonica, Dobromil im Jahr 1615 , neu herausgegeben als „Opera omnia“ 1863; Band 7, 8, 9, sind das „liber beneficiorum diocesi Cracoviensis.“

 

Autor: Werner Zurek.

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